Schlagwort: Kichererbsen

Deutschland Dips – sommerlich mediterrane WM Snacks

Leckere WM Snacks

Seht ihr das? Zur Zeit ist einfach ALLES schwarz, rot, gold. Jede Bonbon- und Gummibärensorte gibt es jetzt auch in Deutschlandfarben und Kuchen und Muffins werden mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Heute habe ich beim Einkaufen sogar einen Blumenstrauß in Deutschlandfarben gesehen. Hier wird die Weltmeisterschaft natürlich auch gefeiert. Ich bleibe allerdings, was WM Snacks angeht, lieber bei „echten Lebenmitteln“, die ich auch außerhalb der Weltmeisterschaftszeit genau so essen würde. Heute Morgen haben wir diese leckeren Deutschland Dips gefrühstückt. Reste blieben leider keine. Wenn Deutschland spielt, muss ich zur Fußballparty wohl wieder nachproduzieren. Hier kommen die drei leckeren Dip Rezepte!

Schwarz – Schwarze Olivenpaste

Dieser Dip schmeckt richtig lecker mediterran und sommerlich! Wir freuen uns auch über Tore von Spanien, oder? Kauft unbedingt Kalamata Oliven. Diese sind ganz natürlich bei der Reifung  am Baum dunkel geworden und nicht künstlich geschwärzt. Sie sind vielleicht nicht so tiefschwarz wie die gefärbten, dafür aber um ein vielfaches leckerer.

Zutaten:

  • schwarze Oliven
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • eine große Knoblauchzehe (ich nehme, wenn ich ihn bekomme, immer frischen Knoblauch…den, bei dem die Hülle noch nicht getrocknet ist)
  • Salz
  • evtl. etwas Olivenöl (ich brauchte keines, weil ich Snack – Oliven gekauft habe, die schon in etwas Olivenöl eingelegt waren)
  • ein paar frische (!) Blättchen Thymian

Alles mit dem Pürierstab pürieren und final abschmecken.

Zitrone gibt den Frischekick

Rot – Ezme Paprika Dip

Diesen Dip bekommt ihr in guten türkischen Restaurants. Er schmeckt extrem frisch und leicht scharf, so dass man immer mehr nehmen möchte.

Ihr braucht:

  • 3-4 rote Spitzpaprika
  • 1-2 frische rote und grüne Chillischoten (je nach Sorte und Schärfegrad!)
  • 2 Lauchzwiebeln
  • ein paar Stängel frische Petersilie
  • 1-2 Knoblauchzehen

Hier ebenso einfach beherzt mit dem Pürierstab oder Mixer zerkleinern.

„Schatz- du siehst immer schön aus – aber am besten steht dir ein Strauß Petersilie.“

Gold – Kichererbsen Curry Dip

Und zum Schluss noch ein goldgelber Curry-Dip. Basis ist Hummus – also Kichererbsenpüree.

Was muss rein?

  • eine Dose Kichererbsen
  • Saft einer Zitrone
  • evtl. etwas Wasser
  • ein wenig Olivenöl
  • Salz
  • Curry
  • etwas Kurkuma
  • etwas Cayennepfeffer

Bitte wascht die Kichererbsen wirklich gründlich. Den Geschmack von muffigem Dosenwasser mag kein Mensch. Ansonsten natürlich gleiches Vorgehen wie oben. Ab in den Mixer oder mit dem Pürierstab arbeiten. Damit die Konsistenz stimmt, kann es sein, dass ihr außer Zitronensaft und Olivenöl auch noch etwas Wasser hinzufügen müsst.

Solltet ihr genauso gern Kichererbsen mögen wie wir, findet ihr hier noch ein orientalisch angehauchtes Hauptgericht.

Gelb, gelb, gelb sind alle meine Farben…

Fußball Party oder Fußball gucken daheim?

Diese Deutschland Dips eignen sich natürlich auch prima als Brotaufstrich z.B. auf Baguette, Fladenbrot oder Ciabatta, Ihr könnt sie mit Gemüse oder zum Grillen essen – natürlich nicht nur als WM Snacks!

Baguette mit Deutschland Dips

Wo schaut Ihr am liebsten Fußball? Public viewing? Private Fußballparty? Oder lieber daheim auf dem Sofa? Zuhause macht es natürlich auch Spaß, aber das erste Deutschland-Spiel sehen wir auf jeden Fall zusammen mit den Mannschaftskameraden des kleinen Chaoten und deren Eltern bei der Saisonabschlussfeier. Die EM haben wir teilweise auf dem Großbildschirm im Mainzer Volkspark verfolgt. Dort können die Kinder, die keine Lust haben ein komplettes Spiel zu sehen, nebenan auf dem Wasserspielplatz spielen und man hat dennoch ein Auge auf sie. Hachz! Sommer allein ist schon toll, aber Sommer und Weltmeisterschaft toppt es nochmal. Einen schönen Fußball-Sommer Euch allen!

 

 

 

 

Orientalische Pfanne mit Kichererbsen

Gute-Laune-Essen für alle

Kichererbsen muss man allein schon wegen ihres schönen Namens lieben. Unser kleiner Chaot jedenfalls freut sich immer wie doof, wenn es sie gibt und dreht nochmal richtig auf. Die allermeisten Menschen kennen Kichererbsen wohl in pürierter Form als „Hummus“. Das Wort auf Arabisch bedeutet einfach „Kichererbsen“ – egal ob ganz oder püriert. Nun musste ich doch gerade mal gucken, warum sie denn nun auf Deutsch so heißen. Die Erklärung ist relativ langweilig.

 Das Wort „Kicher“ stammt vom lateinischen Begriff für den Erbsenstrauch: cicer (sprich: kiker). Im Althochdeutschen machte man daraus den Namen „Kihhira“, der heute zu „Kicher“ geworden ist.

Unterhaltsamer ist, dass sich wohl auch der Name des römischen Politikers und Gelehrten Marcus Tullius Cicero (100-43v.Chr.) von der Kichererbse ableitet. Seine Freunde sollen ihm zu Beginn seiner Karriere geraten haben, diesen lächerlich wirkenden Namen abzulegen. Für genauere Quellenforschung reicht hier aber mein Kleines Latinum nicht aus. Ich beschränke mich also darauf, die Kichererbsen heiß und lecker auf den Teller zu bringen.

Info für Kleinkrämer

Ich setze einfach mal eine gewisse Küchengrundkenntnis voraus, wenn ich euch die Rezepte hier aufschreibe. Ich bin zu ungeduldig, jeden Kleinschritt detailliert zu beschreiben. Für Kinder müsste es natürlich etwas mehr Info sein. Kind 2 wollte z.B. mal Sahne steif schlagen, nachdem sie sie mit den anderen Zutaten des Kuchens vermengt hatte. Da hätte ich ihr genauer erklären sollen, was zu tun ist. Den meisten von euch traue ich allerdings zu, dass ihr Zwiebeln und Knoblauch auch ohne Ansage schält, bevor ihr sie schneidet, Gemüse vor Verzehr wascht und nicht essbare Bestandteile wegschneidet etc. Auch werde ich euch nicht immer beschreiben, in welche Form und Größe ihr die Zutaten schneiden sollt oder wieviel Messerspitzen oder TL Gewürz ihr verwenden müsst. Ruhig selber ausprobieren und rantasten. Soll ja euren Geschmack treffen.

Für eine Familienportion benötige ich:

  • 1 Zwiebel
  • 1   Knoblauchzehe 
  • 1 (rote) Paprikaschote
  • 600 Rindergehacktes
  • ca. 2 – 10 EL Tomatenmark 
  • 2 kleine oder 1 große Dose Kichererbsen 
  • 1⁄2 Bund  glatte Petersilie 
  • ein paar frische Blätter Minze
  • 200 g Feta
  • 1 großer Becher Naturjoghurt
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Cumin (Kreuzkümmel), Zimt, wenn man mag etwas Baharat (7-Gewürzmischung), Chilli (frisch oder Pulver)
  • evtl. etwas Gemüsebrühe

Schnell und einfach

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Paprika schneiden, Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Rinderhehacktes darin krümelig anbraten. Es lohnt sich unbedingt, auf die Qualität zu achten. Sonst kann man das mit dem krümelig anbraten schon vergessen. Hat man Pech bekommt man eher gummiartige Würmer mit einem viel zu hohen Fettanteil. Am besten frisch beim Metzger durchdrehen lassen. ODER: vegetarisch bleiben. Die Pfanne kommt auch wunderbar ohne Fleisch aus. Kichererbsen haben mit 19g pro 100g einen hohen Proteingehalt. Wer mag, kann stattdessen z.B. noch ein paar Karotten hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Cumin würzen.  Zwiebel, Knoblauch kurz mitbraten. Tomatenmark zugeben und mit anbraten. Anschließend mit einem großen Glas Wasser oder Brühe (nicht zu salzig! Wir geben am Ende noch Fetakäse hinzu, der viel Salz mitbringt) ablöschen. Das Wasser aus der Kichererbsendose riecht immer leicht muffig und hat durch die Stärke eine schleimige Konsistenz. Das ist normal, aber wir wollen es nicht im Essen, also Kichererbsen abspülen, bis sie nicht mehr schäumen. Petersilie waschen, trocken schütteln und so fein hacken, wie man sie mag. Kichererbsen zum Gehackten in die Pfanne geben, unterrühren und ein paar Minuten mitköcheln. Nun auch gewürfelte Paprika mit in die Pfanne. Ich gebe sie gern erst am Ende dazu, damit sie noch Biss haben. Besonders lecker und fruchtig ist oft Spitzpaprika. Mit Salz, Pfeffer und Cumin abschmecken und entscheiden, ob man auch noch ein bißchen Zimt und/oder Baharat würzen möchte, oder ob es jetzt schon perfekt ist (vorsicht: nicht überwürzen- das wäre schade). Anschließend mit grob zerbröckeltem Feta und großzügig mit Petersilie bestreuen. Dazu schmeckt Basmatireis und Joghurt mit ein wenig kleingehackter, frischer Minze.