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Kürbismuffins mit Dinkel

Ziemlich genau so sieht für mich ein perfekter Morgen aus. Baby schläft nochmal ein Ründchen und ich kann mich dazukuscheln und den nächsten Urlaub planen. Dazu gab es heute Kaffee und Kürbismuffins, die ich gestern gebacken habe. Eigentlich mag ich Kochen viel lieber als Backen, aber da ich im Herbst regelrecht im Kürbiswahn bin, muss es Kürbis in allen erdenklichen Variationen geben. Diese Kürbismuffins zählen seit gestern zu einer meiner Lieblingsvarianten.

Zutaten:

  • 300g Hokkaido Kürbisfleisch
  • 150g weiche Butter
  • eine Prise Salz
  • 150g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Zimt
  • etwas frischen, geriebenen Ingwer
  • eine Messerspitze Piment
  • ca. 200g Dinkelvollkornmehl
  • 2 TL Backpulver

Handwerk

Den Kürbis schälen, entkernen und würfeln. Im Wasser garkochen, bis das Kürbisfleisch weich ist. Dampfgarer oder Backofen geht natürlich auch. Hauptsache weich. Dann mit dem Stabmixer fein pürieren. Den Backofen auf 190°C vorheizen.
Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen. Anschließend das Kürbispürree mit Gewürzen mischen und unter die schaumig geschlagene Mischung geben.

Spices und so yaaaayyy!

Was die Gewürze angeht, könnt ihr natürlich variieren. Etwas Muskat passt vielleicht ganz gut oder Vanille. Nelkenpulver und Kardamom (vorsicht mit der Dosierung) auch. Wer gleich alles zusammen haben will, nimmt Kaffeegewürz (z.B. von Schuhbeck). Ich hab eher zurückhaltend gewürzt, so dass Ingwer und Zimt dominieren und der Kürbis noch rauskommt. Was den Ingwer angeht, gebe ich bewusst keine Menge an, denn auch hier sollte jeder selbst sehen, wie er es am liebsten mag. Ich bin ohnehin kein Freund davon, genau nach Rezept zu kochen. Auch wenn beim Backen natürlich die Grundzutaten schon im festen Verhältnis stehen müssen. Ich habe ein daumennagelgroßes Stück Ingwer genommen. Man schmeckt ihn gut raus, aber die Kinder mögen es immer noch ;). Eine Erwachsenenvariante für Ingwer-Liebhaber könnte ruhig mehr vertragen. Backpulver mit Mehl vermischen und unter o.g. Masse rühren bis eine homogene Teigmasse entsteht.
Papierförmchen in Muffinblech setzten oder zwei Papierförmchen ineinander legen oder Silikonförmchen nutzen.
20-25 Minuten Backzeit.

Passen hervorragend zu meinem Frühstückskaffee. Wenn mehr Ingwer-Power drin ist, kann ich mir auch einen grünen Tee gut dazu vorstellen.

 

Risotto mit Gemüse

Risotto mit Gemüse vom Markt ist immer eine gute Idee und mein persönliches Erntedankfest. Unsere Kinder mögen Gemüse, aber die ein oder andere Sorte wird schon einmal aussortiert. Vor allem, wenn sie grün ist. In dieses Risotto kann ich ALLES mischen und das in rauen Mengen- und dennoch wird nichts übrig gelassen.

Jetzt in der Elternzeit ist es für mich der Inbegriff von Luxus, am Morgen, wenn die Großen in der Schule und im Kindergarten sind, als „Latte Macchiato-Mama“ über den Wochenmarkt zu bummeln. Beim Einkaufen bekomme ich immer schon so großen Appetit, dass das frische Gemüse ohne Umwege über den Kühlschrank direkt in der Pfanne landet.

In dieser:

  • 2 Hände voll Pfifferlinge
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 rote Paprika
  • 6-8 süße Cherry Rispentomaten
  • 2 kleine Zucchini

Aber auch eine komplett grüne Variante z.B. mit Zucchini, Lauchzwiebeln und Fenchel ist sehr lecker oder braune Champignons, Karotten (optisch toll sind auch die violetten Möhren) und Paprika oder noch viel toller: ein Kräuterrisotto mit einem großen Bund Schnittlauch, Petersilie und was einem sonst noch in die Hände fällt.

Außerdem benötigt man:

  • Arborio Risotto Reis (ca.400g)
  • gute Gemüsebrühe (einfach mal einen Liter davon bereitstellen- nicht zu salzig anrühren, am Ende sorgt eine Menge Parmesankäse für Würze)
  • 1 Stück Parmesankäse (ca.200g)
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zunächst eine große Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen und den Risottoreis darin glasig andünsten. Dazu die Pfifferlinge und die Zucchini geben und nach und nach mit Gemüsebrühe aufgießen. Dabei immer gerade so viel Flüssigkeit aufgießen, dass es etwas „suppig“ zu rühren ist. Verschwinden die „Pfützen“ und der Reis hat die Brühe aufgesogen, muss wieder etwas nachgegossen werden. Hat der Reis schon etwas an Volumen gewonnen, ist Zeit, das restliche Gemüse, recht fein geschnitten, hinzuzugeben. Es ist wäre zwar auch nicht schlimm, wenn die Tomaten, Lauchzwiebeln und Paprika etwas länger kochten, jedoch ist es besonders lecker, wenn alles am Ende noch erkennbar ist und etwas Biss hat. Wer sich für ein Kräuterrisotto entscheidet, fügt die Kräuter erst ganz am Ende der Garzeit hinzu.

Der Reis ist gut, wenn er sämig ist, also leicht cremig und weich, aber nicht zerkocht oder breiig, al dente ist, aber nich mehr hart. Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Wer zwischendurch immer wieder probiert (lecker!), ist auf der sicheren Seite.

Schließlich, wenn die Konsistenz stimmt, kommt das Wichtigste: ein großer Haufen frisch geriebener Parmesankäse wird unter den Reis gerührt (ca.100-150g), außerdem wird mit etwas schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Salz braucht man eigentlich keines, da sowohl Brühe als auch Parmesan viel Salz enthalten.

Wer mag, hobelt sich noch etwas frischen Parmesan auf seine Portion.

Es entsteht ein Geschmack, der dazu führt, dass man immer noch einen Löffel mehr essen muss. Und das kann man ohne Bedenken tun, denn schließlich ist dieses Gemüserisotto als Mittagessen oder Abendessen eine echt gesunde Vitaminbombe.

 

 

White Pizza mit Kürbis und Feta

White Pizza mit Kürbis und Feta

Eigentlich ein Herbstgericht, kommt die White Pizza in diversen Abwandlungen zu jeder Jahreszeit gut an.

Für ein Blech braucht man:

  • 500g Dinkelvollkornmehl
  • ein halber Würfel frische Hefe oder 1 Packung Trockenhefe
  • Wasser
  • Salz

Eine Mulde in das Mehl machen und die Hefe in etwas lauwarmem Wasser auflösen und in die Mulde geben. Eine Prise Salz dazugeben. Von dort aus mit den Händen nach und nach das Mehl zusammenkneten. Nach Gefühl noch mehr Wasser dazu geben. Wer den Teig gern etwas weicher und fluffiger mag, mischt Wasser und Milch zu gleichen Teilen. Wichtig ist, den Teig kräftig zu kneten, bis er wirklich locker und elastisch ist.

Während der Belag vorbereitet wird, ruht und geht der Teig in einer Schüssel von einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort. Z.B. vor der Heizung, am sonnigen Fenster oder aber vor dem warmen Ofen.

Für den Belag benötigt man:

  • eine große Hand voll grüner Oliven
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 100-150g Fetakäse
  • 1 Becher Schmand
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Muskatnuss

Den Schmand mit Pfeffer, Salz und etwas Muskatnuss (hier unbedingt die echte Nuss und nicht das Pulver verwenden-das schmeckt wie eingeschlafene Füße) vermengen. Zwiebeln in Ringe, und den Hokkaidokürbis in dünne Scheiben schneiden (dazu braucht an unbedingt ein gutes, großes Messer und etwas Kraft schadet auch nicht)- die Oliven grob hacken.

Nachdem der Teig sich ungefährt verdoppelt hat, kann er ausgerollt und auf ein Blech gelegt werden. Wer es knuspriger und dünner mag, knetet ihn vorher noch etwas und wer es dick und fluffig mag, rollt ihn direkt aus.

Den gewürzten Schmand auf dem ausgerollten Teig verteilen und alle Zutaten locker darauf verteilen. Schließlich den Fetakäse mit der Hand grob darüber bröseln.

Im vorgeheizten Backofen auf 180 Grad solange backen, bis der Rand der White Pizza schön knusprig ist (ca. 20 Min.).