Schlagwort: fit mit Baby

Fünf Fragen am Fünften – Februar

Über Superpower und kleine Freuden oder „fishing for compliments“. Die 5 Fragen am 5. entwickeln sich langsam zu einer echten Schreibtherapie.

1. Was ist deine Superpower?

Hier musste ich erstmal eine Umfrage in der Familie starten. Mein Tochterkind Nummer 2 antwortet sofort: „Du weißt IMMER, wenn jemand lügt. Du bist ein laufender Lügendetektor.“ Meine Große wirft gleich mehrere Komplimente in den Raum. Ich beherrsche Multitasking und weiß immer, was sie sich gerade wünscht. Ich schätze allerdings, dass ich mir diese Superpower mit allen Mamas dieser Welt teile. Insgesamt ist das „Mutter-werden“ schon eine riesen Superpower, meine ich. Wir können Babys in unseren Bäuchen wachsen lassen! Na gut, hierfür braucht es unbedingt auch Papas Superpower ;)…

Momentan noch würde mein Mini wohl sagen, dass „Minne“ (Milch) meine Superpower ist und ich finde es tatsächlich erstaunlich, was Muttermilch leistet. Welches Getränk ändert schon je nach Alter, Tageszeit oder eventuellen Krankheitsphasen seine Zusammensetzung, um gleichzeitig Einschlafhilfe, Trost oder Energiekick zu sein? Ich habe alle Kinder zwischen 1.5 bis etwas über 2 Jahre gestillt und fand es immer superpraktisch. Jetzt wird auch der Mini immer unabhängiger und kommt meist schon ganz gut mit Wasser und Kakao über den Tag. Mal sehen, wann ich den Schlafräuber davon überzeugen kann, dass er auch die Nacht ohne „Minneeeeeeeee!“ übersteht.

Mein 6-jähriger antwortet auf die Frage nach Mamas Superpower knapp: „Liegestütze“. Als ich ihm sage, dass er mehr schafft als ich, antwortet er: „Ahja stimmt. Dann weiß ich es nicht.“ Am Abend frage ich den Liebsten. Nachdem ich ihm erkläre, dass es nicht nur um körperliche Vorzüge gehen soll, sagt er nach kurzem Überlegen, dass ich „das mit den Kindern“ schon ziemlich gut mache und dass ich es dabei meist schaffe, ruhig zu bleiben. Als ich entgegne, dass er mir ebendies gelegentlich auch gern als „Laissez-faire“ vorhalte, grinst er: „Wie ich es eben gerade brauche.“

Stillpause am Eiffelturm

 

 

2. Was kannst du nicht wegwerfen?

Eigentlich kann ich mich sehr gut von Dingen trennen. Sollten wir einmal auswandern, hätte ich überhaupt kein Problem damit, unseren gesamten Hausstand hierzulassen. Es gibt nur sehr wenige Dinge, an denen ich aus nostalgischen Gründen hänge. Das wäre vielleicht einmal die Gitarre, die ich von meinem Vater geerbt habe. Mein Vater war Gitarrist und Sänger und an dieser Gitarre hängen sehr viele Erinnerungen. Zum anderen würde ich natürlich unbedingt die Lieblingskuscheltiere der Kinder aufbewahren. An erster Stelle steht hier die seit 10 Jahren innig geliebte „Schweinekatze“ von Tochter Nr.2, die immer noch mit auf jede Reise muss.

3. Worauf freust du dich jeden Tag?

Gibt es so etwas überhaupt, etwas auf dass man sich wirklich jeden Tag freut? Vielleicht mal abgesehen vom Anblick der liebsten Menschen im Leben? Die Einschränkung auf Dinge außerhalb der liebsten Menschen macht es schwer, denn irgendwie hängt das Glück dann ja doch unweigerlich mit diesen zusammen. Aber ich habe natürlich auch ein paar andere kleine Alltagsfreuden. Sonnenschein ist z.B. eine prima Sache. Wenn man dieser Tage ein paar Strahlen erwischt, trägt das schon sehr zu guter Laune bei. Wenn ich Joggen gehe, freue ich mich, wenn ich dabei den Sonnenuntergang am Rhein sehe. Auch zusammenhängende Stunden Schlaf machen mich glücklich. Weil das aber selten klappt, freue ich mich auch immer darauf, am Abend ins Bett zu gehen. Außerdem mag ich auch Hörbücher und Podcasts auf dem Weg zur Arbeit, frische Luft, Bewegung, leckeres Essen und v.a. guten Kaffee.

 

4. Welche*s Geräusch*e magst du?

Apropos Kaffee: Das Geräusch der aufeinanderprasselnden Kaffebohnen, wenn ich den Behälter der Mühle wieder auffülle ist toll. Außerdem liebe ich Regen auf unseren Dachfenstern im Schlafzimmer. Das ist dann ein bißchen wie im Zelt – nur wesentlich komfortabler. Besonders entspannt mich das tiefe Atmen des Minis, wenn er schläft. Manchmal lacht er auch im Schlaf. Außerdem liebe ich es, meinen Töchtern beim Singen (und Klavierspielen) zuzuhören – es sei denn sie streiten sich dabei. Und das passiert leider auch relativ häufig. Wenn sie es aber schaffen, gemeinsam zu singen, kommen mir automatisch die Tränen. Ich liebe das glucksende Lachen meiner Söhne und die Trommeln bei Handballspielen meiner Schwägerin, Vogelgezwitscher im Garten, Bläser – v.a. als Begleitung von Hip Hop Songs und meinen Mann beim Gitarrespielen…zumindest, wenn er nicht dabei singt. Auf jeden Fall auch weit oben auf der Liste:  Wasserfallrauschen.

Acquafraggia Valchiavenna

5. Was hast du immer im Kühlschrank?


Neben Ketchup und anderen Soßen findest du in unserem Kühlschrank immer eine Flasche Wunddesinfektionsspray und Mückenstichsalbe. Alles andere ist Glückssache. Zur Grundausstattung gehören auf jeden Fall Eier und Milch. Täglich verbrauchen wir ca. 2 Liter. An einem Tag ist der Kühlschrank pickepacke voll und wenig später ist es, als seien die Termiten darüber hergefallen.

Fünf Fragen am Fünften November

Never stop learning, because life never stops teaching

Dieser Blog entstand in meiner letzten Elternzeit, aus dem Wunsch heraus, mich weiterzubilden und zu lernen, wie man mit WordPress umgeht. Wir reisten viel, waren ‚Eltern‘ und hatten ‚Zeit‘. Seit Anfang diesen Jahres ist der Mini in der Krippe und ich zurück im Job. Zugegeben, die empfohlenen 1-2 Blogartikel in der Woche und 1-2 Instagram Postings am Tag habe ich nie geschrieben, aber 1-2 Blogartikel im Monat waren es auch nach dem Wiedereinstieg in der Schule noch. In freien Minuten habe ich Blogartikel und Instagram Postings geschrieben, habe die Beiträge auf Pinterest, Twitter und Facebook geteilt, habe Mails beantwortet und Kontakte geknüpft. Das war und ist ein toller und spannender Ausgleich für mich, ich freue mich über jede Menge positives Feedback und lerne noch viel mehr Neues, als ich mir im Vorfeld gedacht hatte.

Mut zur Lücke

Aber dennoch…da ist es jetzt…dieses „Blog-Loch“. Schon seit Wochen ist hier kein neuer Beitrag erschienen. Die Moderatorin aus der Facebook-Gruppe für Blogger fragt: „Was sind momentan deine größten Herausforderungen beim Bloggen?“ Dazu habe ich eine klare Antwort: Zeit! Der Tipp aus der Bloggergruppe: Das Bloggen fest in den Alltag einplanen. Auch zum Sport käme man nur, wenn er einen festen Termin im Kalender bekommt. Spätestens jetzt wird es klar, warum es hier so ruhig geworden ist.

Bloggen oder Joggen?

Seitdem ein neues Fitnessstudio bei uns um die Ecke eröffnet hat, trainiere ich wieder regelmäßig. Durch die Geburten der Kinder entstand leider die ein- oder andere Sportpause. Ist man einmal „raus“, fiel es mir nie so leicht, einen neuen Einstieg zu finden. Jetzt genieße ich es sehr, mir die Zeit zu nehmen und ich merke, dass mir genau das in den letzten Monaten gefehlt hat. Aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, einen freien Vormittag nur fürs Bloggen zu verbrauchen. Vielleicht aber finde ich ja noch ein geschickteres Zeitmanagement. Tipps nehme ich dankbar entgegegen! Bis dahin habe ich beschlossen, mich wenigstens mit monatlichen Beiträgen an Luzia Pimpinellas Monatskolumne „Fünf Fragen am Fünften“ zu beteiligen. Es ist schon irgendwie bezeichnend, dass ich das erste Mal im November mitmache…nachdem sie im Januar startete,…und der Fünfte ist heute auch nicht mehr. Aber besser spät als gar nicht und Nic alias Luzia Pimpinella läd explizit dazu ein mitzmachen, selbst wenn man jetzt erst einsteigt. Also los geht`s.

1. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Ein paar Mal haben wir Tageszeitungen zur Probe abonniert. Da die meißten dann aber ungelesen in den Papiermüll wanderten, haben wir das Abo nicht fortgeführt. Manchmal bedauere ich das, gerade wegen der regionalen Artikel. So bekommen wir oft nur nebenbei, oder gar nicht mit, was in unserer direkten Umgebung passiert. Die meißten Informationen laufen bei uns digital. Am Abend lese ich die Nachrichten über News Apps auf dem Handy und am Morgen frage ich beim Schulbroteschmieren ‚Alexa‘ nach meiner täglichen Zusammenfassung. Wenn ich Glück habe, ist dann mein 6-jähriger noch nicht wach, der in 100 Prozent der Fälle: „Alexa- spiel: ‚Everybody dance now““ dazwischenruft. An freien Tagen höre ich beim Aufräumen oder Wäsche machen auch ausführlichere Berichte in Podcasts, wie den der „Zeit-Online“. Ein fester, täglicher Programmpunkt ist die Kindernachrichtensendung „logo!“. Tochter Nummer 2 stellt sich jeden Tag extra einen Timer und verfolgt sogar die logo!-Stories auf Instagram. Danach haben wir es für die Kinder zur Pflicht gemacht, auch noch die Tagesschau mitanzusehen. Hier war die Begeisterung naturgemäß erstmal weniger groß, aber mittlerweile verstehen sie immer mehr und bleiben auch „freiwillig“ sitzen.

2. Auf welche Dinge kannst du nicht verzichten?

Dinge? Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, da gibt es nichts, auf das ich nicht verzichten könnte. Aber so stimmt das natürlich auch nicht ganz. Ganz banal angefangen, wäre ich ohne meine Brille oder Kontaktlinsen ziemlich aufgeschmissen. Und auch wenn ich ein paar Tage mal ganz ohne Mobiltelefon sehr genießen würde, finde ich mein Handy schon sehr praktisch. Allerdings wird da in den kommenden Jahren einiges an Entwicklung kommen müssen, damit wir nicht immer auf durchschnittlich 5 Zoll starren müssen, während das „echte Leben“ um uns herum tobt. Da geht noch was. Und wo ich schon bei neuen Technologien bin: nachdem er kürzlich für mehrere Wochen zur Reparatur weg war, muss ich sagen, dass ich auch ‚Dobby‘ nicht mehr missen möchte. ‚Dobby‘ ist unser Saugroboter, von dem ich nie gedacht hätte, dass er tatsächlich eine Arbeitserleichterung darstellen würde. Er gehört eindeutig zu den Dingen, die mein Mann immer wollte und ich als nutzlos abgetan habe. Und ein Ding fällt mir noch ein: meine Babytrage. Obwohl der Mucki schon fast 2 ist, nutze ich sie mehrmals in der Woche. Es gibt eben immer wieder diese extremen Nörgelphasen und trotzdem will der Haushalt gemacht sein, die Fußballsachen des großen Bruders müssen zusammengesucht werden usw. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich ohne ausgekommen wäre. An alle besorgten Tanten in unserer Umgebung: Sie können beruhigt sein, das Kind bekommt sicher ausreichend Luft. Achja- und mein Fahrrad. Ich liebe Fahrradfahren. Wahrscheinlich besonders, da ich so selten allein unterwegs bin und die Kinder im „Eltern-Taxi“ herumfahren muss. An einem freien Vormittag mit dem Fahrrad auf den Markt zu fahren ist für mich großer Luxus.

3. Welches nutzlose Talent besitzt du?

Ich kann jonglieren. Zwischen meinem 13. und 16. Lebensjahr war ich in der „Jonglier-AG“ meiner Schule. Damals fanden wir uns sehr cool dabei. Retrospektiv betrachtet, bezweifle ich, dass die Schulgemeinschaft das ebenso wahrgenommen hat. Auch Feurspucker waren in unserer Runde und Einradfahrer. Ich kann verschiedene Kaskaden mit drei Bällen, Keulen oder Ringen und kann  hinter dem Rücken und unter dem Bein hindurchwerfen. Außerdem habe ich Diavolo – Tricks gelernt und kann etwas mit dem „Devil-Stick“ umgehen. Ich hätte die Zeit auch für einen tollen Mannschaftssport nutzen können, aber dazu reichte mein Selbstbewusstsein nicht. Letzten Endes soll Jonglieren aber ja zumindest die Gehirnleistung positiv beeinflussen. Wer weiß, wozu es schließlich doch gut war ;).

4. Sprichst du manchmal mit Gegeständen?

Eher selten. Wenn, dann fluchend mit dem oben genannten Saugroboter. Dobby verhakt sich gern einmal piepsend in Bändern. Schnürbänder herumliegender Schuhe, Therabänder, Bänder von Nachziehspielzeug usw. Oft zieht er den laut bellenden Nachziehhund unseres Jüngsten hinter sich her. In diesem Falle beschimpfen wir Dobby als ‚Dumm-Bot‘ (in Wirklichkeit heißt er ‚Deebot‘ – ist das jetzt Werbung?). Trotzdem ist er eine gute Haushaltshilfe. Und auch gerade wegen dieser ärgerlichen Eigenschaften, bemühen sich alle ein bißchen mehr, den Boden frei zu räumen und das ist dann schon wieder eine gute Sache.

4. Welchen Akzent findest du charmant?

Ganz klar den Französischen! Sehr gern höre ich aber auch Deutsch mit chinesischem Akzent. Beide verleihen der ansonsten so roh und abgehackt daherkommenden, konsonantenlastigen deutschen Sprache eine gewisse Melodie und Weichheit.

So…und während Dobby nun seine Runden dreht, mache ich mich auf zum Sport.