Kategorie: Rezepte

Orientalische Pfanne mit Kichererbsen

Gute-Laune-Essen für alle

Kichererbsen muss man allein schon wegen ihres schönen Namens lieben. Unser kleiner Chaot jedenfalls freut sich immer wie doof, wenn es sie gibt und dreht nochmal richtig auf. Die allermeisten Menschen kennen Kichererbsen wohl in pürierter Form als „Hummus“. Das Wort auf Arabisch bedeutet einfach „Kichererbsen“ – egal ob ganz oder püriert. Nun musste ich doch gerade mal gucken, warum sie denn nun auf Deutsch so heißen. Die Erklärung ist relativ langweilig.

 Das Wort „Kicher“ stammt vom lateinischen Begriff für den Erbsenstrauch: cicer (sprich: kiker). Im Althochdeutschen machte man daraus den Namen „Kihhira“, der heute zu „Kicher“ geworden ist.

Unterhaltsamer ist, dass sich wohl auch der Name des römischen Politikers und Gelehrten Marcus Tullius Cicero (100-43v.Chr.) von der Kichererbse ableitet. Seine Freunde sollen ihm zu Beginn seiner Karriere geraten haben, diesen lächerlich wirkenden Namen abzulegen. Für genauere Quellenforschung reicht hier aber mein Kleines Latinum nicht aus. Ich beschränke mich also darauf, die Kichererbsen heiß und lecker auf den Teller zu bringen.

Info für Kleinkrämer

Ich setze einfach mal eine gewisse Küchengrundkenntnis voraus, wenn ich euch die Rezepte hier aufschreibe. Ich bin zu ungeduldig, jeden Kleinschritt detailliert zu beschreiben. Für Kinder müsste es natürlich etwas mehr Info sein. Kind 2 wollte z.B. mal Sahne steif schlagen, nachdem sie sie mit den anderen Zutaten des Kuchens vermengt hatte. Da hätte ich ihr genauer erklären sollen, was zu tun ist. Den meisten von euch traue ich allerdings zu, dass ihr Zwiebeln und Knoblauch auch ohne Ansage schält, bevor ihr sie schneidet, Gemüse vor Verzehr wascht und nicht essbare Bestandteile wegschneidet etc. Auch werde ich euch nicht immer beschreiben, in welche Form und Größe ihr die Zutaten schneiden sollt oder wieviel Messerspitzen oder TL Gewürz ihr verwenden müsst. Ruhig selber ausprobieren und rantasten. Soll ja euren Geschmack treffen.

Für eine Familienportion benötige ich:

  • 1 Zwiebel
  • 1   Knoblauchzehe 
  • 1 (rote) Paprikaschote
  • 600 Rindergehacktes
  • ca. 2 – 10 EL Tomatenmark 
  • 2 kleine oder 1 große Dose Kichererbsen 
  • 1⁄2 Bund  glatte Petersilie 
  • ein paar frische Blätter Minze
  • 200 g Feta
  • 1 großer Becher Naturjoghurt
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Cumin (Kreuzkümmel), Zimt, wenn man mag etwas Baharat (7-Gewürzmischung), Chilli (frisch oder Pulver)
  • evtl. etwas Gemüsebrühe

Schnell und einfach

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Paprika schneiden, Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Rinderhehacktes darin krümelig anbraten. Es lohnt sich unbedingt, auf die Qualität zu achten. Sonst kann man das mit dem krümelig anbraten schon vergessen. Hat man Pech bekommt man eher gummiartige Würmer mit einem viel zu hohen Fettanteil. Am besten frisch beim Metzger durchdrehen lassen. ODER: vegetarisch bleiben. Die Pfanne kommt auch wunderbar ohne Fleisch aus. Kichererbsen haben mit 19g pro 100g einen hohen Proteingehalt. Wer mag, kann stattdessen z.B. noch ein paar Karotten hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Cumin würzen.  Zwiebel, Knoblauch kurz mitbraten. Tomatenmark zugeben und mit anbraten. Anschließend mit einem großen Glas Wasser oder Brühe (nicht zu salzig! Wir geben am Ende noch Fetakäse hinzu, der viel Salz mitbringt) ablöschen. Das Wasser aus der Kichererbsendose riecht immer leicht muffig und hat durch die Stärke eine schleimige Konsistenz. Das ist normal, aber wir wollen es nicht im Essen, also Kichererbsen abspülen, bis sie nicht mehr schäumen. Petersilie waschen, trocken schütteln und so fein hacken, wie man sie mag. Kichererbsen zum Gehackten in die Pfanne geben, unterrühren und ein paar Minuten mitköcheln. Nun auch gewürfelte Paprika mit in die Pfanne. Ich gebe sie gern erst am Ende dazu, damit sie noch Biss haben. Besonders lecker und fruchtig ist oft Spitzpaprika. Mit Salz, Pfeffer und Cumin abschmecken und entscheiden, ob man auch noch ein bißchen Zimt und/oder Baharat würzen möchte, oder ob es jetzt schon perfekt ist (vorsicht: nicht überwürzen- das wäre schade). Anschließend mit grob zerbröckeltem Feta und großzügig mit Petersilie bestreuen. Dazu schmeckt Basmatireis und Joghurt mit ein wenig kleingehackter, frischer Minze.

 

 

 

Granola – Weihnachtliches Knuspermüsli

Last minute Geschenkidee aus der Küche

Alle Jahre wieder spielen die Kinder gerne Weihnachtswichtel und bedenken Nachbarn, Freunde, Erzieher, Lehrer, Trainer, Klavierlehrer usw. mit selbst gebackenen Plätzchen. Einerseits ist es schon ein liebgewonnener Brauch geworden, andererseits macht es auch eine ganze Menge Arbeit und Stress, den man in der Vorweihnachtszeit so gar nicht gebrauchen kann. Komisch. Auch mit steigender Anzahl helfender Kinderhände geht das Backen nicht schneller. 😉 Ehrlich gesagt…an Weihnachten haben doch die meisten ohnehin nicht mehr so richtig Lust auf Plätzchen. Deshalb an dieser Stelle eine super unkomplizierte und leckerere last minute Geschenkidee aus der Küche. Granola. Das Wort steht nicht einmal im Duden.

Knuspermüsli selber machen

In Knuspermüslis aus dem Supermarkt sind meist viele günstige und für ein Müsli fragwürdige Zutaten wie Palmöl, Glukosesirup, weißer Zucker und Weizenmehl enthalten. Noch dazu schmecken sie oft recht staubig und langweilig. Bei einem großen Online-Anbieter für selbst zusammengestelltes Müsli habe ich, aus Hoffnung, etwas Besseres zu erhalten, auch schon bestellt. Bekommen habe ich meine persönliche Mischung mit Schokoladenherzchen, die schmeckten wie aus dem Adventskalender von vor 5 Jahren. Eine besondere Beigabe war ein Cornflake aus Beton (ehrlich wahr!). Lieber weiß ich ganz genau, was drin ist.

Granola ist frei von Kristallzucker, im Ofen gebacken und unterscheidet sich bedeutend von der Industrievariante. Statt zusammengeklebter Zucker-Mehl-Flocken-Brocken ist jedes Korn und jeder Kern knusprig und mit einem Hauch von Honig oder Sirup überzogen

Grundzutaten sind:

  • Haferflocken (ich nehme kernige und blütenzarte gemischt)
  • Kokosöl
  • Honig und/oder Ahornsirup

Was sonst noch drin ist:

  • Zimt (nicht zu knapp)
  • Vanille (frisch aus der Schote)
  • Cranberries (getrocknet)
  • Mandeln (in welcher Form ist eigentlich fast egal-ich nehme ganze mit Schale)
  • Apfelchips (kann man mit etwas Geduld natürlich auch selbst backen)
  • Kürbiskerne (Achtung- zu viele werden herb)
  • Walnüsse (hier gilt dasselbe wie bei den Kürbiskernen)

Aber auch lecker wären:

  • Zerbröselte Vanillekipferl, Zimtsterne etc.
  • Zerhackte Lieblingsschokolade
  • verschiedene Nüsse und Kerne (Pecanüsse, Macadamia etc.)
  • Sahnekaramellsplitter
  • diverse getrocknete Früchte
  • Kokosraspel
  • weihnachtliche Gewürze wie Piment, Kardamom, Ingwer…
  • …usw.

Coco Loco

Kokosöl findet sich inzwischen in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft. Das Öl ist sehr fest, schmilzt aber schon bei Handwärme. Wer es nicht kennt und nichts gegen Kokos einzuwenden hat, sollte es ohnehin immer zu Hause haben. Ich nutze es zum Anbraten, wenn ich Curry mache und für Dattelkonfekt, nehme es zwischendurch aber auch für die Hände, für die Lippen, als Augenmakeup-Entferner und als Haarkur. Kokosöl ist nicht nur pflegend, sondern hat durch die enthaltene Laurinsäure sogar eine antimikrobielle Wirkung. Wer den Geruch und Geschmack von Kokos nicht leiden kann, greift auf das geschmacksneutrale Kokosfett zurück. Nach dem Pressen werden diesem die Geschmacksstoffe mit Hilfe von Wasserdampf entzogen.

Mix it Baby

Die kernigen Zutaten grob zerhacken und zu den Haferflocken in eine Schüssel geben. Auch Apfelchips und Cranberries etwas zerkleinern und hinzufügen. Auf zwei Becher Haferflocken kommt etwas weniger als ein halber Becher Kokosöl. Das Öl wird geschmolzen und mit etwa der gleichen Menge Honig und /oder Ahornsirup vermengt. Hier kommt es natürlich ganz darauf an, wie süß man es gern hat. Ahornsirup ist dabei etwas herber und weniger süß als Honig. Zimt und Vanillemark in das süße Öl rühren und über die Haferflocken-Nuss-Mischung geben. Alles wird glänzend überzogen.

Happiness is…smelling there is Granola in the oven

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Backofen bei 200 Grad 10-20 Minuten lang backen. In der Halbzeit einmal etwas wenden. Der Duft, der sich im Haus verbreitet, ist mindestens (!) genauso gut wie der von Weihnachtsplätzchen. Nachdem das Müsli etwas Farbe bekommen hat, ist zunächst schwer vorstellbar, dass die immer noch weiche und klebrige Masse mal ein Knuspermüsli werden soll. Aber Geduld. Nach dem Auskühlen solltet ihr es merken. Falls nicht, einfach noch etwas weiterbacken. Dabei aber immer den Ofen im Auge behalten. Es wäre schade, wenn das Ganze verbrennt. Hattet ihr vor, Zutaten wie Schokolade, Kekse oder Karamell hineinzugeben, ist jetzt die Zeit gekommen. Das goldene Granola kann nun in Gläsern abgefüllt, verpackt und beschriftet werden. Am allerbesten schmeckt es uns mit Naturjoghurt.

Eating something fresh out of the oven is like a hug you can taste.

Ein paar weitere nachhaltige Last Minute Ideen zu Weihnachten findet ihr aktuell auch auf dem Familien- und Reiseblog Planethibbel.

 

 

 

 

 

 

 

Kürbismuffins mit Dinkel

Ziemlich genau so sieht für mich ein perfekter Morgen aus. Baby schläft nochmal ein Ründchen und ich kann mich dazukuscheln und den nächsten Urlaub planen. Dazu gab es heute Kaffee und Kürbismuffins, die ich gestern gebacken habe. Eigentlich mag ich Kochen viel lieber als Backen, aber da ich im Herbst regelrecht im Kürbiswahn bin, muss es Kürbis in allen erdenklichen Variationen geben. Diese Kürbismuffins zählen seit gestern zu einer meiner Lieblingsvarianten.

Zutaten:

  • 300g Hokkaido Kürbisfleisch
  • 150g weiche Butter
  • eine Prise Salz
  • 150g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Zimt
  • etwas frischen, geriebenen Ingwer
  • eine Messerspitze Piment
  • ca. 200g Dinkelvollkornmehl
  • 2 TL Backpulver

Handwerk

Den Kürbis schälen, entkernen und würfeln. Im Wasser garkochen, bis das Kürbisfleisch weich ist. Dampfgarer oder Backofen geht natürlich auch. Hauptsache weich. Dann mit dem Stabmixer fein pürieren. Den Backofen auf 190°C vorheizen.
Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen. Anschließend das Kürbispürree mit Gewürzen mischen und unter die schaumig geschlagene Mischung geben.

Spices und so yaaaayyy!

Was die Gewürze angeht, könnt ihr natürlich variieren. Etwas Muskat passt vielleicht ganz gut oder Vanille. Nelkenpulver und Kardamom (vorsicht mit der Dosierung) auch. Wer gleich alles zusammen haben will, nimmt Kaffeegewürz (z.B. von Schuhbeck). Ich hab eher zurückhaltend gewürzt, so dass Ingwer und Zimt dominieren und der Kürbis noch rauskommt. Was den Ingwer angeht, gebe ich bewusst keine Menge an, denn auch hier sollte jeder selbst sehen, wie er es am liebsten mag. Ich bin ohnehin kein Freund davon, genau nach Rezept zu kochen. Auch wenn beim Backen natürlich die Grundzutaten schon im festen Verhältnis stehen müssen. Ich habe ein daumennagelgroßes Stück Ingwer genommen. Man schmeckt ihn gut raus, aber die Kinder mögen es immer noch ;). Eine Erwachsenenvariante für Ingwer-Liebhaber könnte ruhig mehr vertragen. Backpulver mit Mehl vermischen und unter o.g. Masse rühren bis eine homogene Teigmasse entsteht.
Papierförmchen in Muffinblech setzten oder zwei Papierförmchen ineinander legen oder Silikonförmchen nutzen.
20-25 Minuten Backzeit.

Passen hervorragend zu meinem Frühstückskaffee. Wenn mehr Ingwer-Power drin ist, kann ich mir auch einen grünen Tee gut dazu vorstellen.

 

Linsencurry mit Möhren oder Kürbis

Dal Linsencurry

Schön ist anders

…jetzt schlummert das Linsencurry schon so lang in der Schublade. Und das nur, weil es partout keine Fotoschönheit sein will.

Augen zu und Mund auf

Dabei schmeckt das Linsencurry wirklich ganz hervorragend, steckt voller pflanzlicher Proteine und ist in 5 Minuten erledigt. Also echtes Fast Food mit gutem Gewissen.

Was rein muss ins Linsencurry:

  • Eine kleine Dose Linsen (damit es wirklich schnell geht, sollten es welche aus der Dose sein – ich nehme kleine Bio-Linsen, letzten Endes ist es nicht so wichtig, welche es genau sind, hauptsache, es ist kein Eintopf mit Suppengrün usw.)
  • Möhren (2-4 oder wieviele man eben mag) oder wahlweise ein paar Schnitze Hokkaido-Kürbis
  • 1 kleine Zwiebel
  • eine Dose Kokosmilch
  • Pfeffer, Salz, rote Currypaste
  • eventuell etwas Zitronensaft

Und jetzt geht alles ganz schnell

Zuerst werden die Möhren geschält und in kleine Würfelchen geschnitten. Das schafft man gemütlich in 2 Minuten. Gleiches geschieht mit der Zwiebel in 30 Sekunden. Topf mit etwas neutralem Öl steht natürlich schon heiß, aber nicht zu heiß auf dem Herd bereit. Wer gut ausgestattet ist, nutzt hier Kokosöl zum Braten. Was soll der Geiz? Butter ist ohnehin schon fast ebenso teuer geworden und noch dazu viel ungesünder. Nun gut…Salami mit Kokosöl drunter ist vielleicht nicht so das Wahre. Aber in diesem Fall passt das alles ganz wunderbar.

Zwiebeln und Möhren im heißen Öl 30 Sekunden anbraten, Linsen dazugeben und alles zusammen weitere 30 Sekunden garen. Hat man einen besseren Dosenöffner als wir, schafft man es locker in den folgenden 30 Sekunden, die Dose zu öffnen und die Linsen in einem Sieb oder Durschlag sauber zu spülen. Die Linsen zu den Zwiebel-Möhren schütten und in den nächsten 15 Sekunden eine Dose Kokosmilch öffnen und dazugeben. Mit roter Currypaste würzen und nach Belieben salzen. Auch das dürfte nicht länger als 15 Sekunden gedauert haben. Wieviel Currypaste hineingehört, ist schwer zu sagen, da sie alle etwas unterschiedlich sind. Von meiner benötige ich nur einen viertel Teelöffel. Lieber vorsichtig herantasten und unbedingt probieren. Manche Pasten sind sehr scharf. Wer es frisch mag, gibt noch ein wenig Zitronensaft dazu.

Bleiben noch 30 Sekunden, um das Ganze nochmal richtig auf Temperatur zu bringen.

FERTIG

Und dazu unbedingt Basmatireis.

PS Für die, die darauf achten müssen oder wollen: Nebenbei ist das Dal zufällig auch glutenfrei, weizenfrei, laktosefrei, vegetarisch – sogar vegan, es muss nichts ersetzt werden und es fehlt an nichts.

 

Glutenfreies Brot mit Hafer und Buchweizen

Glutenfreies Brot

Es gibt natürlich viele verschiedene und leckere Brotsorten. Aber dieses glutenfreie Brot mit Hafer und Buchweizen (mann-klingt das gesund) ist momentan mein Lieblingsbrot für den Alltag. Unser „täglich Brot“ sozusagen. Ich habe es gebacken, nachdem ich vorige Woche fertiges, glutenfreies Reisbrot gekauft habe. Glutenfrei, laktosefrei und ohne Weißmehl – leider aber auch frei von gutem Geschmack, trocken und teuer.

Wer gerne seinen Konsum an Weißmehl (oder Gluten) einschränken möchte, hat zwar inzwischen in jedem Supermarkt eine große Produktpalette zur Verfügung, aber was hilft es, wenn alles schmeckt wie ein Stück Karton?

Echtes Brot – kein Ersatz

Dieses Brot ist ausdrücklich kein Ersatz, sondern ein echtes und leckeres Brot. Es ist nicht frei von, sondern voll von:

Zutaten:

  • 500g Buchweizenmehl
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 200g zarte Haferflocken (wer darauf achten muss, nimmt hier die ausgewiesen glutenfreien, die anderen sind es auch, können aber in der Fabrik mit Gluten in Berrührung gekommen sein)
  • 100g Mandeln (ungeschält ist ok)
  • ca. 5 EL Chiasamen
  • ca. 5 EL Balsamico – Essig (Wer keinen hat, kommt auch gut mit anderen Sorten klar, nur Essig – Essenz sollte es nicht sein – die spart man sich zum Putzen)
  • 1 großen EL Honig
  • cs. 600 ml Mineralwasser (mit Sprudel)

Und jetzt gehts ganz schnell. Haferflocken im Mixer noch etwas feiner mahlen, dann Mandeln dazugeben, bis sie zum Großteil Mandelmehl sind. Ein paar grobe Mandelstücken aber auf jeden Fall dazwischen lassen für den Biss. Anschließend die Sonnenblumenkerne ganz kurz dazugeben – die meisten bleiben ganz. Diese grobe Mischung in eine Schüssel füllen und mit dem Buchweizenmehl und den Chiasamen vermengen. Hierauf einen großzügigen EL Honig und einen „Schwapps“ Essig. Mengenangaben und Ausführung sind natürlich immer variabel. Wer Mandeln liebt, tut mehr rein, wer mehr Biss will, schont den Mixer, Chiasamen sind neumodischer Quatsch? Dann back to the basics und (geschrotete) Leinsamen rein. Haferkleie ist auch ne Idee. Lieber weglassen? Auch gut.

In industriell gefertigtem Brot ist oft jede Menge Salz. Ich benutze bei diesem Brot keines. Was es überraschenderweise auch nicht benötigt, ist Hefe oder Sauerteig. Es kommt mit purem Wasser aus.

Also eine Flasche Sprudelwasser bereitstellen und mal großzügig mit 500ml beginnen und unterkneten (ich lande meist bei ungefähr 600ml). Die Konsistenz sollte am Ende nicht schon wie ein echter Teig sein, sondern eher etwas zu feucht, denn die Mischung wandert anschließend zum Ziehen für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Auch über Nacht vergessen ist nicht schlimm.

Schließlich wandert das Ganze in einer gefetteten Kastenform für eine Stunde bei 180 Grad in den Ofen. Sofort nachdem es etwas abgekühlt ist, kann es aus der Form genommen und angeschnitten werden. Es hält sich aber auch ein paar Tage frisch.

 

 

Risotto mit Gemüse

Risotto mit Gemüse vom Markt ist immer eine gute Idee und mein persönliches Erntedankfest. Unsere Kinder mögen Gemüse, aber die ein oder andere Sorte wird schon einmal aussortiert. Vor allem, wenn sie grün ist. In dieses Risotto kann ich ALLES mischen und das in rauen Mengen- und dennoch wird nichts übrig gelassen.

Jetzt in der Elternzeit ist es für mich der Inbegriff von Luxus, am Morgen, wenn die Großen in der Schule und im Kindergarten sind, als „Latte Macchiato-Mama“ über den Wochenmarkt zu bummeln. Beim Einkaufen bekomme ich immer schon so großen Appetit, dass das frische Gemüse ohne Umwege über den Kühlschrank direkt in der Pfanne landet.

In dieser:

  • 2 Hände voll Pfifferlinge
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 rote Paprika
  • 6-8 süße Cherry Rispentomaten
  • 2 kleine Zucchini

Aber auch eine komplett grüne Variante z.B. mit Zucchini, Lauchzwiebeln und Fenchel ist sehr lecker oder braune Champignons, Karotten (optisch toll sind auch die violetten Möhren) und Paprika oder noch viel toller: ein Kräuterrisotto mit einem großen Bund Schnittlauch, Petersilie und was einem sonst noch in die Hände fällt.

Außerdem benötigt man:

  • Arborio Risotto Reis (ca.400g)
  • gute Gemüsebrühe (einfach mal einen Liter davon bereitstellen- nicht zu salzig anrühren, am Ende sorgt eine Menge Parmesankäse für Würze)
  • 1 Stück Parmesankäse (ca.200g)
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zunächst eine große Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen und den Risottoreis darin glasig andünsten. Dazu die Pfifferlinge und die Zucchini geben und nach und nach mit Gemüsebrühe aufgießen. Dabei immer gerade so viel Flüssigkeit aufgießen, dass es etwas „suppig“ zu rühren ist. Verschwinden die „Pfützen“ und der Reis hat die Brühe aufgesogen, muss wieder etwas nachgegossen werden. Hat der Reis schon etwas an Volumen gewonnen, ist Zeit, das restliche Gemüse, recht fein geschnitten, hinzuzugeben. Es ist wäre zwar auch nicht schlimm, wenn die Tomaten, Lauchzwiebeln und Paprika etwas länger kochten, jedoch ist es besonders lecker, wenn alles am Ende noch erkennbar ist und etwas Biss hat. Wer sich für ein Kräuterrisotto entscheidet, fügt die Kräuter erst ganz am Ende der Garzeit hinzu.

Der Reis ist gut, wenn er sämig ist, also leicht cremig und weich, aber nicht zerkocht oder breiig, al dente ist, aber nich mehr hart. Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Wer zwischendurch immer wieder probiert (lecker!), ist auf der sicheren Seite.

Schließlich, wenn die Konsistenz stimmt, kommt das Wichtigste: ein großer Haufen frisch geriebener Parmesankäse wird unter den Reis gerührt (ca.100-150g), außerdem wird mit etwas schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Salz braucht man eigentlich keines, da sowohl Brühe als auch Parmesan viel Salz enthalten.

Wer mag, hobelt sich noch etwas frischen Parmesan auf seine Portion.

Es entsteht ein Geschmack, der dazu führt, dass man immer noch einen Löffel mehr essen muss. Und das kann man ohne Bedenken tun, denn schließlich ist dieses Gemüserisotto als Mittagessen oder Abendessen eine echt gesunde Vitaminbombe.

 

 

Aligot

Aus dem letzten Frankreich-Urlaub haben wir ein echtes Kindergericht mitgebracht. Aligot- ein reichhaltiger Kartoffelbrei mit sündhaft viel Käse.

Original wird er mit Cantal- einem mild-würzigem (Rohmilch-) Käse aus der Auvergne zubereitet. Da man diesen hier leider nicht überall bekommt, muss man ggf. schauen, welchen Käse man als Ersatz nehmen möchte. Er sollte nicht zu stark sein, damit er den Kartoffelgeschmack nicht vollkommen überdeckt, aber auch nicht zu mild sein. Ein junder Gouda würde z.B. geschmacklich  „untergehen“. Für eine große Familienportion braucht man:

  • 1,5 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 600g geriebenen (Cantal) Käse
  • 300g Crème fraîche (oder auch crème légère)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer
  • Milch und Muskatnuss nach Bedarf

Die Kartoffeln werden geschält und 20-30min. weichgekocht. Nachdem die Kartoffeln abgegossen sind, Crème fraîche hinzugeben und Knoblauch hineindrücken. Anschließend müssen die Kartoffeln gut gestampft werden. Wer es ganz fein mag und keine Arbeit scheut, streicht die Masse durch ein Sieb. Uns schmeckt es auch mit Stückchen. Während des Stampfens einen großen Berg Käse unterrühren. Wenn der Kartoffelbrei noch zu dick ist ggf. mit etwas Milch auflockern. Wer mag gibt etwas geriebene Muskatnuss hinzu. Die Masse sollte lange Fäden ziehen. Schmeckt als Beilage zu fast allem, macht aber unglaublich satt. Ein echt leckeres und simples Kinderessen.

White Pizza mit Kürbis und Feta

White Pizza mit Kürbis und Feta

Eigentlich ein Herbstgericht, kommt die White Pizza in diversen Abwandlungen zu jeder Jahreszeit gut an.

Für ein Blech braucht man:

  • 500g Dinkelvollkornmehl
  • ein halber Würfel frische Hefe oder 1 Packung Trockenhefe
  • Wasser
  • Salz

Eine Mulde in das Mehl machen und die Hefe in etwas lauwarmem Wasser auflösen und in die Mulde geben. Eine Prise Salz dazugeben. Von dort aus mit den Händen nach und nach das Mehl zusammenkneten. Nach Gefühl noch mehr Wasser dazu geben. Wer den Teig gern etwas weicher und fluffiger mag, mischt Wasser und Milch zu gleichen Teilen. Wichtig ist, den Teig kräftig zu kneten, bis er wirklich locker und elastisch ist.

Während der Belag vorbereitet wird, ruht und geht der Teig in einer Schüssel von einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort. Z.B. vor der Heizung, am sonnigen Fenster oder aber vor dem warmen Ofen.

Für den Belag benötigt man:

  • eine große Hand voll grüner Oliven
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 100-150g Fetakäse
  • 1 Becher Schmand
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Muskatnuss

Den Schmand mit Pfeffer, Salz und etwas Muskatnuss (hier unbedingt die echte Nuss und nicht das Pulver verwenden-das schmeckt wie eingeschlafene Füße) vermengen. Zwiebeln in Ringe, und den Hokkaidokürbis in dünne Scheiben schneiden (dazu braucht an unbedingt ein gutes, großes Messer und etwas Kraft schadet auch nicht)- die Oliven grob hacken.

Nachdem der Teig sich ungefährt verdoppelt hat, kann er ausgerollt und auf ein Blech gelegt werden. Wer es knuspriger und dünner mag, knetet ihn vorher noch etwas und wer es dick und fluffig mag, rollt ihn direkt aus.

Den gewürzten Schmand auf dem ausgerollten Teig verteilen und alle Zutaten locker darauf verteilen. Schließlich den Fetakäse mit der Hand grob darüber bröseln.

Im vorgeheizten Backofen auf 180 Grad solange backen, bis der Rand der White Pizza schön knusprig ist (ca. 20 Min.).