Kategorie: Ausflüge

Das Mainzer Gutenberg Museum mit Kindern

Gutenbergstadt Mainz

Die Mainzer sind stolz auf Johannes Gutenberg, den unbestritten bedeutendsten Sohn der Stadt.  Jedes Jahr im Sommer feiert Mainz mit der Johannisnacht ein riesiges Volksfest zu seinen Ehren und zum Rosenmontagszug trägt die Bronzestatue auf dem Gutenbergplatz die Narrenkappe. Er gehört einfach dazu.

Im Jahr 1900 gründeten die Mainzer Bürger anlässlich seines 500. Geburtstages das Gutenberg Museum. Es befindet sich zentral in der Altstadt gegenüber vom Dom.

 

Schulwissen

Fast jeder hat im Laufe seiner Schulzeit schon einmal von Gutenberg gehört. Seine Erfindung gilt als echte Medienrevolution. Der Druck mit beweglichen Lettern war aber auch verdammt praktisch, musste man doch vorher entweder per Hand abschreiben oder in mühevoller Arbeit spiegelverkehrte Druckplatten herstellen. Wie ärgerlich, wenn einem da ein Fehler unterlief!

Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, wurde um 1400 in Mainz geboren und starb am 3.Februar 1468, ebenso in Mainz. Er gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern und der Druckpresse. Besonders geehrt wird er für die Gutenberg-Bibel, die zwischen 1452 und 1454 entstand und für ihre technische und ästhetische Qualität bekannt ist.

Im Museum befinden sich 2 von 49 weltweit existierenden Exemplaren der Gutenberg Bibel von 1454 unter Panzerglas im Tresorraum. Außerdem Exponate in den Bereichen Drucktechnik, Typografie, Kunstdruck, Papier, Geschichte der Schrift in verschiedenen Kulturen usw.

Und wo bleibt der Spaß?

Eure Kinder interessieren sich nicht für Papier hinter Glasscheiben? Für sie beginnt der Spaß ganz klar bei den Kinder- oder Familienführungen am Samstag und Sonntag. Hier kann man das Schmelzen des Bleis über dem Feuer, das Gießen der Lettern und den Druck an einer alten Druckmaschine live miterleben. Den jungen Museumsbesuchern werden ausgewählte Ausstellungsstücke gezeigt und altersgerecht erklärt. Die Führung „Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern“ ist sogar schon für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Die Kinder erfahren von der Entstehung der Schrift und dürfen verschiedene Exponate (Pergament, Federn, Siegelstempel, Naturfarben etc.) anfassen und ausprobieren. Im Anschluss kann im Foyer des Gutenberg-Museums an der Mobilen Druckwerkstatt selbst gedruckt werden.

Druckladen

Für einen Besuch der angeschlossenen Druckladens muss ein Termin gemacht werden. Ob als Familie, Kindergeburtstagsgruppe oder Schulklasse – es lohnt sich auf jeden Fall. Wer Zeit und Geduld mitbringt, kann sich einen eigenen Text setzen und selbst drucken. Handlettering mal anders. Weniger Geduldige oder kleinere Kinder können aus vorgefertigten Druckplatten wählen, die Druckfarbe aufrollen und an der manuelle Druckerpresse ihre Kräfte testen. Die Ergebnisse können sich am Ende immer sehen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ExperiMINTa Frankfurt

Experiminta Museum in Frankfurt

Gemütlich am Kamin sitzen, Kakao trinken, Kuchen backen und sich zu Hause einkuscheln. Das ist die kalte Jahreszeit…nicht.

Zumindest nicht bei uns. Ohnehin sind wir schon aufgrund diverser Sporttermine sehr viel unterwegs, aber wenn mal Zeit ist, kann so ein Tag daheim echt anstrengend werden. Gemütlichkeit klappt  mal für eine Stunde oder zwei. Aber wenn wir alle 6 daheim sind ist es laut und wild. Man glaubt es nicht, wie schnell die vier Chaoten das Haus einmal kopfüber stellen können. Zum Glück gibt es bei uns im Rhein-Main-Gebiet so viele tolle Ausflugsziele. Diese Kategorie wird sich schon bald weiter füllen.

Als erstes nehmen wir euch mit in eines unserer liebsten Museen.

Wissenschaft zugänglich und greifbar machen-das ist das Konzept des Experiminta Museums in Frankfurt. MINT steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Vielleicht klingt das für den einen oder anderen nicht auf Anhieb spannend. Aber gerade diese sollten sich auf die Socken machen und sehen, wie interessant diese Themen sein können, wenn sie sich nicht nur auf dem Papier abspielen. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittlen ist problemlos. Das Mitmach-Museum liegt zentral und ist mit S- und U-Bahn (Bockenheimer Warte, Festhalle Messe, S-Messe) sowie mit der Tram (Varrentrappstr) gut zu erreichen.

Naturwissenschaft greifbar machen

Schon im Eingang erwartet einen das erste Experiment. Der Spiegel in die Unendlichkeit. In den thematisch untergliederten Räumen finden sich, auf vier Etagen verteilt, über 120  Experimentierstationen. Es gibt Stationen zur Akkustik (Schwingung/Wellen), zur Optik, zur Bewegung, zur Kraft, zu Muster und Zahlen, zur Luft und viele mehr.

Wir erforschen Pendelbewegungen, testen unser Gehör, zeichnen im Spiegel, malen mit der singenden Eisenplatte Töne in den Sand, lassen Tornados entstehen und betrachten uns im Verzerrspiegel. Wie schön, wenn man trotz Schwangerschaft mal wieder schlank erscheint ;).

Kinder können sich an Flaschenzügen selber in die Höhe ziehen und in einer riesigen Seifenblase stehen, während Väter im Fakirbett auf Nagelspitzen entspannen. Lustig, wenn im Streifenspiegel eine Mischperson entsteht: „MaPa“ oder „PaMa“ oder Kinder in der Glaskugel auf einmal über Kopf stehen. IM AUGE sitzend lässt sich der Weg des Lichts durch die Pupille und die Entstehung des Bildes gut nachvollziehen. Je nach Alter und Vorwissen, werden die Experimente ganz intuitiv „begriffen“ oder auch zusätzlich genauer mit den Erklärtafeln erforscht. Warum schwebt der Ball im Luftstrom und fliegt nicht weg und wie verrückt ist denn bitte der Bernouilli-Effekt? Zur „Zauberhaften Physik“ hat auch die Alma Mater Göttingen einen schönen Film erstellt. Naturwissenschaftliche Phänomene und mathematische Zusammenhänge werden durch das Experimentieren greifbar und verständlich. Nicht nur für Kinder!!!

Auf gar keinen Fall sollte man die zu wechselnden Themen stattfindenden Science Shows verpassen. Es kann spektakulär werden. Eine Übersicht über die nächsten Shows findet ihr hier.

Ganz wichtig: Plant ausreichend Zeit für den Besuch ein oder rechnet von Beginn an damit, nicht die komplette Ausstellung zu schaffen. Zwei Stunden reichen nicht aus, alles zu auszuprobieren.

Wir kommen auf jeden Fall wieder!